[3D-Druck]: Unboxing, Inbetriebnahme und erste Eindrücke

Hallo Leute,

es ist nun fast einen Monat schon her, seit ich meinen 3D-Drucker gekauft habe. Ursprünglich sollte dieser Post hier relativ zeitnah nach dem Aufbau erscheinen, aber leider bin ich bisher nicht dazu gekommen. Wie in meinem vorigen Post schon erwähnt habe ich nun so einige Drucke erledigt und Erfahrungen gesammelt, welche ich euch auch noch beizeiten in weiteren Blogposts zur Verfügung stellen werde. Zuerst aber möchte ich von meinen ersten Erfahrungen berichten, d.h. Unboxing, Aufbau usw. Anders, als andere es machen, habe ich allerdings weder ein Video vom Unboxing noch eine volle Dokumentation über den Aufbau, aber zumindest wird es einige Bilder geben und sicher noch das ein oder andere Video, sollte sich was gutes finden.
Ich hoffe trotzdem, dass euch der Post gefällt und ihr mehr sehen wollt. Alles weitere gibt es nach dem Break.

Allgemeine Infos

Fangen wir erst einmal mit den allgemeinen Daten an. Wie in meinem Ankündigungspost erwähnt, handelt es sich bei meinem Drucker um ein auf dem Prusa i3 basierenden Modell. Wer Interesse hat, kann sich den Drucker unter folgendem Link bei meinen Kollegen von Roboter-Bausatz kaufen: Zum Artikel
Zum Zeitpunkt der Verfassung dieses Artikels läuft zudem derzeit eine Rabattaktion, so dass der Drucker nur für 299€ erhältlich ist. Ich empfehle also, eher schnell zuzuschlagen, denn viel günstiger wird man an diesen Drucker nicht rankommen.

Vom Design her sieht der Drucker eher schlicht aus, bietet aber als günstiges Einstiegsmodell alles, was man für seine ersten Drucke braucht. Da er zudem offen gestaltet ist, kann man ihn wunderbar modifizieren und erweitern. Wer höhere Anforderungen hat, muss wohl zu einem teureren Modell greifen, allen anderen sei dieser Drucker aber empfohlen, sofern man sich nicht vor etwas Bastelarbeit drückt.

Geliefert bzw. abgeholt werden konnte der Drucker schnell (hat schon seine Vorteile, in der Nähe des Shops zu arbeiten :P). Bekommen habe ich ihn in seiner recht schlichten Umverpackung, mit seinem Verpackungsgewicht von gut 8-10kg war er auch nicht gerade leicht, aber noch tragbar. Daheim angekommen, habe ich den Drucker erst einmal in mein Zimmer geschafft, von wo aus dann alles weitere geschehen sollte. Kommen wir nun zum nächsten Punkt.

Blick in den Karton

Nach dem Öffnen des Kartons begrüßten mich erst einmal drei Lagen Einzelteile, alle gut gepolstert verpackt. Da sich der Inhalt über Bilder schneller zeigen lässt, als ihn zu beschreiben, folgen hier erst einmal jeweils ein Bild pro Ebene und außerdem noch weitere Bilder, wo ich alle Teile ausgepackt habe, die nicht zum eigentlichen Rahmen gehören:

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Lobenswert ist, dass alle benötigten Werkzeuge und Materialien enthalten sind, die man zum Aufbau benötigt, so dass man direkt nach Erhalt beginnen kann. Lediglich Filament ist keines enthalten, so dass man sich dieses am besten schon im Voraus online bestellen sollte, bspw. bei Amazon. Dieser Drucker verwendet in seiner Standardausführung einen Extruder für 1.75mm Filament, so dass beim Kauf des Filament darauf geachtet werden sollte. Wer will, kann sich einen entsprechenden Extruder kaufen und so dann wahlweise auch 3mm Filament verwenden, worauf ich selbst aber bisher verzichtet habe.
Nett ist auch, dass die Acrylteile alle auf einer Seite noch ihre Schutzfolie haben, die vor dem Bau abgezogen werden sollte. Auf diese Weise kann man, wenn man will, die geschützte Seite jeweils so verbauen, dass die ungeschützte Seite nicht direkt sichtbar ist, was den visuellen Eindruck fördert.

Die Aufbauanleitung für den Drucker befindet sich zusammen mit weiteren Anleitungen sowie Testdateien auf der mitgelieferten Micro SD-Karte, die wiederum 8GB groß ist und somit Platz für viele Modelle bietet. Zu empfehlen ist, die Anleitung auszudrucken, sofern man nicht gerade neben dem PC aufbaut, damit man jederzeit nachsehen kann. An sich ist die Anleitung gut und verständlich aufgebaut, allerdings gibt es hier und da ein paar kleinere Punkte, die etwas missverständlich sein könnten, aber im großen und Ganzen werdet ihr sicher erfolgreich. Alternativ gibt es im Netz andere Anleitungen, diese hier finde ich bspw. auch nicht schlecht: Zur AlternativanleitungBeachtet bitte beim Aufbau unbedingt, die Schrauben der Kupplungen der Z-Achse nicht zu fest anzuziehen, sonst habt ihr dasselbe Problem wie ich und eure Achse hat Probleme, nach oben zu fahren. Es wäre zudem ratsam, die Achse etwas zu fetten bzw. zu ölen, damit sie länger hält.
Noch ein Tipp meinerseits: Bevor ihr das Bett aufbaut, entfernt am besten das standardmäßig angebrachte Blue Tape von der Aluminiumplatte, denn zumindest ich habe es nicht geschafft, meinen ersten Testdruck von der Platte abzulösen, so fest saß dieser. Mit Hilfe eines Messers bzw. dem Flachkopfschraubenzieher ging der Druck zwar ab, aber das Blue Tape teilweise ebenso, zudem habe ich seither ein paar Kratzer in der Platte, da ich versehentlich unter das Tape gekommen bin. Da ein Druck direkt auf der Aluplatte nicht möglich ist, empfehle ich euch, dass ihr andere Materialien aufbringt, welche die Haftung des PLA erhöhen, bspw. Kapton-Tape bzw. dessen günstiger Clone Kaptan (erhältlich überall im Internet, bspw. hier).

Entgegen meiner Worte im Ankündigungspost habe ich vom Aufbau allerdings leider keine bzw. sehr wenige Bilder gemacht, weswegen ich hier nichts hochladen kann, aber zumindest habe ich euch ein Foto vom fertig aufgebauten Drucker. Das Bild entstand direkt, nachdem der Drucker fertig montiert war, daher ist die Verkabelung noch sehr unordentlich. Zur Organisation der Verkabelung liegt genug Spiralschlauch bei, so dass ihr die Kabel zusammenfassen könnt. Bei allen stromführenden Kabeln, besonders jenen, welche in und aus dem Netzteil geführt werden, rate ich euch zudem zum EInsatz von Aderendhülsen oder zum Verzinnen der Kabelenden mit Lötzinn, da es andernfalls bei mangelhafter Verlegung schnell unangenehm werden kann, so ist mir bspw. das Schraubterminal am Board, in welches das Stromkabel vom Netzteil kommt, angeschmort, da sich eine Einzelader gelöst und es durch die Bewegungen des Druckers zu einem immer wieder schnell geöffneten und geschlossenen Kontakt kam, durch dessen Wärmeentwicklung dann das Plastik schmolz. Zum Glück ist nichts weiter passiert, ich habe das Termina gewechselt und alles läuft einwandfrei, es hätte aber auch schlimmer kommen können. Hier ist jedenfalls das Bild:

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Der Aufbau selbst hat mich mindestens 6 Stunden gekostet, mit entsprechendem Geschick sollte man es in etwa 5-6 Stunden schaffen. Nachdem der Aufbau erledigt ist, sind wir auch schon fast in der Lage, zu drucken, es fehlen nicht mehr viele Vorbereitungen

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2 Gedanken zu „[3D-Druck]: Unboxing, Inbetriebnahme und erste Eindrücke

  1. Tim

    Die beste Möglichkeit sich dem 3D-Druck zu nähern ist wohl tatsächlich, die über einen Bausatz. Obwohl ich bei der Genauigkeit immer noch skeptisch bin. Wie läuft das eigentlich, wenn man bei Auspacken oder beim falschen Zusammenbau, das Gerät zerstört?

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    1. internetfreak Beitragsautor

      Die Genauigkeit ist auch bei einem Bausatz nicht unbedingt schlechter wie bei einem fertig aufgebauten Drucker, in erster Linie kommt es dabei darauf an, wie die Qualität der einzelnen Teile ist. Wer recht billig einkauft, muss eben auch damit rechnen, dass die Qualität sowie Freude am Druck leidet, trotzdem kann man auch mit wenig Geld schon einiges rausholen, es muss also nicht zwingend eine Ultimaker sein, wenn man in den 3D-Druck einsteigen will.
      Bzgl. der Frage nach der Zerstörung des Gerätes bei unsachgemäßer Bedienung: Hier liegt der Fall i.d.R. dann genau so, wie bei einem fertigen Drucker, dass Schäden durch falschen Zusammenbau bzw. falsche Bedienung nicht von Garantie/Gewährleistung abgedeckt sind. Allerdings kann man ja durchaus mal höflich beim Händler anfragen, ggf. zeigt er sich ja kulant.

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